<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" version="2.0"><channel><atom:link rel="hub" href="http://tumblr.superfeedr.com/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"/><description>Fundstücke und Gedanken und Sinnfreies.
Nur objektiv kann ich nicht.</description><title>@FrauMaja</title><generator>Tumblr (3.0; @fraumaja)</generator><link>http://fraumaja.tumblr.com/</link><item><title>Ein Jahr PiratHeute vor einem Jahr habe ich meinen...</title><description>&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/f3812768b018e36d724b340e5ce66bb0/tumblr_miffjbGQ7b1rofye3o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;big&gt;Ein Jahr Pirat&lt;/big&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://fraumajapirat.files.wordpress.com/2013/02/398509_10150714555973939_1396625310_n-1.jpg"&gt;&lt;br/&gt;&lt;/a&gt;Heute vor einem Jahr habe ich meinen Mitgliedsantrag um Mitglied der Piratenpartei zu werden…&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://fraumajapirat.wordpress.com/2013/02/18/ein-jahr-pirat/"&gt;View Post&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/43410310811</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/43410310811</guid><pubDate>Mon, 18 Feb 2013 18:35:34 +0100</pubDate></item><item><title>Ennepe-Ruhr-Piraten, mischt euch ein!</title><description>&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Heute fand sich die Piratenpartei im Ennepe-Ruhr-Kreis in der WAZ wieder.&lt;br/&gt;Zumindest im Lokalteil von Hattingen. Hintergrund war eine Meldung im Nachrichtenportal ‘DerWesten’, in dem die im Stadtrat vertretenen Parteien ein Streaming der Ratssitzungen…&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://fraumajapirat.wordpress.com/2013/02/09/ennepe-ruhr-piraten-mischt-euch-ein/"&gt;Artikel ansehen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/42660834054</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/42660834054</guid><pubDate>Sat, 09 Feb 2013 14:10:53 +0100</pubDate></item><item><title>Blogumzug abgeschlossen!</title><description>&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Sop, mein Blogumzug ist hiermit abgeschlossen und meine liebsten Blogeinträge von meinem alten &lt;a href="http://fraumaja.tumblr.com/"&gt;Blog&lt;/a&gt; in dieses transferiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bitte beachtet, dass ich sie nicht in der ursprünglichen Reihenfolge übernommen habe. Aber mit den Links am Ende der Postings könnt…&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://fraumajapirat.wordpress.com/2012/12/23/blogumzug-abgeschlossen/"&gt;Artikel ansehen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;shared via &lt;a href="http://wordpress.com"&gt;WordPress.com&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/38632242781</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/38632242781</guid><pubDate>Sun, 23 Dec 2012 17:22:21 +0100</pubDate></item><item><title>Blogumzug</title><description>&lt;p&gt;Guten Tag, guten Tag. Dieser Blog zieht um!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tumblr ist zwar einfach in der Bedienung, aber ohne Kommentierfunktion und irgendwelche Besucheranalysefuntionen find ich das mittlerweile nicht mehr so richtig pralle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein neues Blog findet ihr unter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://fraumajapirat.wordpress.com/"&gt;http://fraumajapirat.wordpress.com/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wichtigsten Blogeinträge werde ich natürlich nach und nach ins neue Blog übertragen!&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/38628204173</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/38628204173</guid><pubDate>Sun, 23 Dec 2012 16:14:21 +0100</pubDate></item><item><title>Gastbeitrag: „Ohne Delegation“ skaliert nicht</title><description>&lt;p&gt;Gastbeitrag von &lt;a href="http://twitter.com/piratenschlumpf"&gt;@Piratenschlumpf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Piratenpartei Deutschland betreibt ein &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liquid_Democracy"&gt;Liquid Democracy&lt;/a&gt; System (LD-System) namens &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liquid_Feedback"&gt;Liquid Feedback&lt;/a&gt; (LQFB, siehe &lt;a href="https://lqfb.piratenpartei.de"&gt;&lt;a href="https://lqfb.piratenpartei.de"&gt;https://lqfb.piratenpartei.de&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jeder Teilnehmer in LQFB kann dabei entweder selbst entscheiden oder seine Stimme jemand anderem übertragen und dabei jederzeit die Delegation seiner Stimme wieder ändern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gerade unter den Piraten wird immer wieder gerne diskutiert, dass durch die Stimmen-Delegation bestimmte Teilnehmer zu mächtigen Superdelegierten werden können und daher dieses System undemokratisch oder zumindest nicht basisdemokratisch sei. Man bedenke, das wir in der politischen Landschaft heute bereits 620 solcher Superdelegierter im Bundestag haben. Dazu kommen SuperSuperdelegierte: Die führenden Vorsitzende und Ministerpräsidenten der Altparteien, die in wesentlichen Bereichen die politischen Richtungen bestimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das LQFB der Piraten ist auch ein Beta-Test der Liquid Democracy Idee an sich, ein Test für eine Utopie: Das irgendwann ein LD-System für die ganze Bevölkerung Deutschlands existiert. Wenn man dieses utopische Gedankenspiel fortführt -also das LQFB auf Millionen von Menschen hochskaliert- dann wird einem vielleicht eher klar, warum ein solches System nicht ohne Delegationen auskommt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Menschen sind unterschiedlich und es gibt sicherlich auch Menschen, die nicht die Zeit und vielleicht auch manchmal nicht die Lust haben, sich zu jeder Entscheidung vollumfänglich zu informieren und selbst abzustimmen. Bestimmte Themen will ich vielleicht an Personen oder Organisationen delegieren, von denen ich weiß oder glaube das sie meine Meinung vertreten oder die ich einfach als Experten anerkenne - und so sicherstellen, dass meine Stimme nicht verfällt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein deutschland-weites LD-System ohne Delegationsoption ist nicht praktikabel, weil die effektive Beteiligungsquote zu niedrig sein wird. Mit Delegationsoption dagegen ist es diese Utopie möglich: Wer möchte, kann auch nur alle vier Jahre seine Delegation ändern oder bestätigen - also wie bisher „wählen gehen“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In meiner persönlichen Variante dieses Gedankenspiels eines deutschland-weitem LD-Systems gibt es zusätzlich einige spezielle Teilnehmer, die oben erwähnten „Organisationen&amp;#8221;.  Diese Teilnehmer hätten zunächst keine eigene Stimme, könnten aber Delegationen empfangen und mit ihren Delegationen abstimmen. Solche speziellen Teilnehmer könnten zum Beispiel die politischen Parteien sein, Kirchen oder Organisationen wie Greenpeace, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland usw. Diese speziellen Teilnehmer müssten für sich selbst außerhalb des LD-Systems klären, wie sie abstimmen wollen. Wesentlich ist, dass sie ein anfängliches Stimmengewicht von Null haben, aber Delegationen empfangen können. In dieser Utopie könnte jeder Teilnehmer zum Beispiel alles oder einzelne Themenbereiche an die Partei(en) seiner Wahl oder an NGOs oder andere Teilnehmer delegieren. Und die Person könnte jederzeit zu jedem Thema auch selbst abstimmen und diese Delegationen jederzeit ändern oder aufheben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Würde in dieser Utopie das LD-System keine Delegationen erlauben, dann würde meine Stimme zu oft nicht abgegeben werden und verfallen - das wäre dann „undemokratisch“. Für Menschen die sich nicht mit Einzelentscheidungen beschäftigen möchten aber eine klare Präferenz zu einer Partei haben, können global an diese delegieren. Eine reine direkte Demokratie in der Größenordnung der Bundesrepublik Deutschland umzusetzen funktioniert einfach nicht. Ohne Delegationen skaliert es nicht. Zur Zeit bietet Liquid Democracy den besten umsetzbarer Ansatz für eine Mischform zwischen repräsentativer und direkter Demokratie - mit und gerade wegen fließender Delegationen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider bleibt bisher der Konflikt zwischen geheimer Stimmabgabe und der Manipulationssicherheit ungelöst. Sonst wäre es wirklich eine schöne Utopie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danke für eure Aufmerksamkeit und euer Feedback&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Piratenschlumpf"&gt;Piratenschlumpf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Anmerkung von FrauMaja: Dies ist ein Gastbeitrag vom Piratenschlumpf zum Thema SMV und Delegationen. Er muss nicht grundsätzlich meiner Meinung&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;entsprechen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/38068366080</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/38068366080</guid><pubDate>Sun, 16 Dec 2012 17:18:00 +0100</pubDate></item><item><title>BPT Nachlese Teil 1: Gedanken zur SMV</title><description>&lt;p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein Thema, über das auf dem BPT12.2 meines Erachtens zurecht nicht abgestimmt wurde, ist die ‚Ständige Mitgliederversammlung‘, kurz SMV.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Problem: Bundesparteitage sind nicht sehr effizient, zumindest gefühlt. Man hat es an diesem BPT gesehen. Es wurden weit über hundert Anträge eingereicht, grade einmal zwanzig wurden abgestimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Dazu kommt: Nicht jeder hat das Geld und die Zeit quer durch die Republik zu einer solchen Veranstaltung zu fahren. Ich sehe es ja selber. Nach Bochum konnte ich fahren, weil ich aus der Nähe komme. Ich hätte also auch über Nacht nach Hause fahren können, hätte ich nicht noch ein kostenfreies Obdach gefunden. Aber in Neumünster war ich nicht, weil es finanziell nicht machbar gewesen wäre ein Hotelzimmer zu bezahlen und ein Zugticket oder Spritgeld und die Verpflegung.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Grundsätzlich wäre es also äußerst klug ein dezentrales Organ zu schaffen, dass es möglich macht, Dinge auch abseits eines BPT zu beschließen. Und eine Internetplattform zu haben, auf der das möglich ist, das würde natürlich wunderbar zum Bild der Piraten als Internetpartei passen und es wäre innovativ.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber dennoch wäre der Antrag der Berliner Piraten imho nicht durchführbar und positiv abstimmbar gewesen, denn eine geeignete Plattform ist noch nicht vorhanden.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ja, es gibt das Liquid Feedback, aber dieses halte ich für wenig barrierefrei, einfach weil es unübersichtlich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ich lasse bei dieser Überlegung mal die sogenannten Offliner beiseite, weil  ja auch andere wichtige Tools und Kommunikationswege der Piratenpartei online sind, und meiner Meinung nach, die Piratenpartei in ihrer einzigartigen Form in der Parteienlandschaft erst möglich machen und was einschließt, dass man als aktiver Pirat nach Möglichkeit auch online sein sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Liquid Feedback jedoch stellt selbst für mich eine Barriere da. Ich will nicht behaupten, dass ich die Struktur von LQFB ganz verstanden habe, oder es ohne eine Schulung richtig verstehen würde. Es ist einfach nicht intuitiv nutzbar. Eine Anforderung, die eigentlich alle größeren Internetplattformen mehr oder weniger erfüllen und nur deshalb nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Otto-Normal-Nicht-Nerd-Pirat müsste LQFB ohne größere Schulung verstehen, das wäre in meinen Augen nötig um es überhaupt für eine SMV geeignet zu halten.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein großer Streitpunkt darüber hinaus sind die Delegationen.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Sind sie gut, sind sie schlecht? Ich habe mir dazu noch keine abschließende eigene Meinung gebildet und bin mir da noch unsicher.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;em&gt;Einige Argumente, die ich gehört habe:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;strong&gt;Pro:&lt;/strong&gt; Ich kann nicht von jedem Thema die selber Ahnung haben, also gebe ich meine Stimmgewalt an jemanden weiter, dem ich zutraue eine gute Entscheidung zu treffen.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;strong&gt;Contra:&lt;/strong&gt; One Pirate, One Voice – Menschen, die hunderte Delegationen auf sich vereinen können quasi jede Abstimmung zu ihren Gunsten drehen. Das ist undemokratisch.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;strong&gt;Pro:&lt;/strong&gt; Das gleichberechtige Stimmrecht geht bei dem Delegiertensystem des LQFB nicht verloren.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;strong&gt;Contra:&lt;/strong&gt; Delegierte gibt es bei den etablierten Parteien schon genug, das ist nicht ‚piratig‘.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Grundsätzlich tendiere ich eher gegen das System von Delegationen.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ja, ich habe nicht bei jedem Thema die selber Ahnung, aber wenn man die SMV wie einen ständigen, virtuellen Bundesparteitag sehen möchte, dann möchte ich da eigentlich auch dort von meinem Recht Gebrauch machen, mich zu enthalten, wenn ich mir unsicher bin. Ich empfinde dies nicht als eine ‚Verschwendung‘ meiner Stimme.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Darüber hinaus habe ich die Anforderung an eine SMV, wenn sie denn, in Teilen, einem BPT gleichberechtigt gegenüber stehen soll, dass dort ein vergleichbares Wahlsystem angewendet wird. Und des schließt Delegationen natürlich aus.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Eine Plattform für die SMV hat natürlich noch viel mehr Anforderungen zu erfüllen. &lt;br/&gt; Datenschutz etwa, Manipulationssicherheit, Überprüfbarkeit der teilnehmenden Mitglieder auf ihre tatsächliche Stimmberechtigung…  all das ist ein riesiger logistischer Aufwand, der vielleicht lösbar ist, aber bisher noch nicht gelöst ist.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Es wird zu diskutieren sein, was und welches System den Grundsätzen der Piratenpartei, grade der Basisdemokratie entspricht. Vielleicht gibt es ja auch sinnvolle Alternativen, dezentrale Parteitage beispielsweise, sofern diese sich sinnvoll und effizient durchführen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;In all den Vorschlägen steckt auf jeden Fall eine Menge an Innovation und der Wille es besser und demokratischer zu machen, als andere Parteien. Weil wir etwas nicht gleich in einem Schnellschuss beschließen sind wir nicht am Ende. Demokratie ist eben kein gut, über das man leichtfertig entscheiden sollte. Dafür ist sie zu wichtig und wertvoll.&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"&gt;Innovation und die bestmögliche Umsetzung von Basisdemokratie, das sind zwei Dinge, die mir bei den Piraten mit am wichtigsten und spannendsten erscheinen. Insofern finde ich die Diskussion, die losgetreten wurde gut und bin gespannt welche Ergebnisse sie bringen wird.&lt;/p&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/36661028951</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/36661028951</guid><pubDate>Tue, 27 Nov 2012 13:05:00 +0100</pubDate></item><item><title>Mobbingmechanismen</title><description>&lt;p&gt;Ich wollte ja einen vergleichenden Artikel über Mobbing und Shitstorms schreiben. Jetzt habe ich einen seehr langen Text über Mobbing in der Schule geschrieben, aber keinen zum Shitstorm.&lt;br/&gt;Ich habe reflektiert wer an Mobbing beteiligt ist, wie Mobbing abläuft und wie auch Lehrer ungewollt zu Mittätern werden können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich möchte mich vorallem an die Leute richten, die Mobbing noch nie selber erfahren haben. Vielleicht ist dies so auch ein Denkanstoß für Menschen, die sich gerne gedankenlos an Shitstorms beteiligen, die &amp;#8216;Shitstormkultur&amp;#8217; vielleicht sogar befürworten und keine Ahnung haben, wie ein kompletter Kontrollverlust über eine Situation wirken kann. Denn dieser Kontrollverlust ist bei Mobbing und Shitstorm gleich.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich selber habe Mobbing in der Schule erlebt und nehme das als Beispiel. In ähnlicher Form ist das aber sicher auch auf Mobbing am Arbeitsplatz übertragbar. Ich denke damit eine Mobbingsituation entsteht, muss eine Ausgangssituation bzw. eine Personengruppe vorhanden sein, die Mobbing &amp;#8216;begünstigt&amp;#8217;.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Auf der einen Seite das Opfer.&lt;br/&gt;Selbstbewusste, extrovertierte Menschen werden vermutlich in der Schule weniger zum Mobbingopfer werden, weil sie keine Angriffspunkte liefern und anders reagieren, wenn man sich über sie lustig macht. Das Mobbingopfer sind eher die Leute, die eher in sich gekehrt sind und an sich zweifeln. Das heißt nicht, dass Mobbingopfer &amp;#8216;selber Schuld&amp;#8217; sind. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Wenn du nicht selbst davon überzeugt bist, dass du so in Ordnung bist wie du bist, und wenn du eigentlich der Meinung bist, dass die Mobber mit ihrer Meinung du seist uncool, recht haben, dann ist es schwierig sich deren Gemeinheiten entgegen zu stellen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Auf der anderen Seite die Täter. &lt;br/&gt;Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich oft von Menschen fertig gemacht wurde, die zwar in der Schule den Status &amp;#8216;cool&amp;#8217; und &amp;#8216;Alpha-Tierchen&amp;#8217; hatten, die aber andererseits von Zuhause viel Druck mitbekommen haben, dem sie eigentlich nicht entsprechen konnten. Oft Leute, die in der Schule wesentlich schlechtere Noten hatten als ich. Die ihren eigenen Leistungs- und sonstigen Druck an andere weitergegeben haben. Die sich ihrer eigenen Macht und Coolness versichern mussten. Letztendlich selber arme Gestalten, im Nachhinein betrachtet. Aber in der Situation damals, da waren es die Leute, die so waren wie ich gerne gewesen wäre und übermächtig schienen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dazwischen die Mitläufer.&lt;br/&gt;Die Mitläufer sind einerseits passiv, letztendlich aber für eine Mobbingsituation unabdingbar.&lt;br/&gt;Ich habe zwei Arten dieser Mitläufer erlebt.&lt;br/&gt;Einerseits diese, die sich am Mobbing beteiligen indem sie mitlachen oder versuchen den &amp;#8216;Anführern&amp;#8217; mit Sprüchen ihrerseits zu imponieren. &lt;br/&gt;Andererseits die, die das Verhalten der Mobber zwar eigentlich schlimm finden, sich aber nicht gegen sie stellen, weil sie Angst haben. Um ihren Status oder davor selber zum Opfer zu werden, wenn sie sich mit dem Opfer solidarisieren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Mobbing ist längerfristiger als ein Shitstorm. Während ein Shitstorm oft kurz und kräftig weht und kurz darauf schon wieder vorbei ist, weil sich die Internetgemeinde anderen Themen zuwendet, dauert Mobbing oft über Jahre, sofern es nicht schnellstens als Problem erkannt und angegangen wird. &lt;br/&gt;Hierzu sind allerdings Lehrer nötig, die geschult sind und willens das Problem unter Beteiligung der ganzen Klasse zu lösen. Heute ist das vielleicht - oder hoffentlich eher gegeben als vor 10 oder 15 Jahren. &lt;br/&gt;Lehrer müssen Mobbing erkennen, denn Mobbing findet nicht offen statt.&lt;br/&gt;Oder zu offen. Je nachdem wie man es hinstellen möchte. Manchmal wird sogar der Lehrer unfreiwillig zum Mittäter.&lt;br/&gt;Einige Beispiele:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Täter sitzt hinter/neben dem Opfer und flüstert ihm stunden-, tage-,&lt;br/&gt;wochenlang immer die gleichen wiederholten Gemeinheiten zu. Der Lehrer&lt;br/&gt;kriegt es nicht mit oder tut es als allgemeines Geflüster ab. Das Opfer&lt;br/&gt;versucht sein Bestes es zu ignorieren aber das Geflüster zerrt gewaltig&lt;br/&gt;an den Nerven. Irgendwann hat das Opfer genug und wendet sich laut an&lt;br/&gt;den Täter und fordert ihn auf still zu sein.&lt;br/&gt;Der Lehrer ahndet dies als Ruhestörung.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Das Opfer wird mit Papierkügelchen und Abfall beworfen. Irgendwann&lt;br/&gt;meldet sich ein Mitschüler/Täter und weist den Lehrer darauf hin, dass&lt;br/&gt;das Opfer seinen Platz zumülle. Der Lehrer fordert das Opfer auf seinen&lt;br/&gt;Platz zu reinigen.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Das Opfer sitzt auf dem Einzelplatz am Fenster. Es Winter und es zieht durch das gekippte Fenster. Das Opfer möchte sich nicht erkälten und schließt das Fenster. Die Täter bestehen darauf, dass dieses eine Fenster geöffnet bleiben müsse. Der Lehrer bittet das Opfer das Fenster wieder zu öffnen.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Das sind alles Beispiele, die ich genau so erlebt habe.&lt;br/&gt;Und genau das zeigt, dass Lehrer geschult werden müssen um Mobbing zu erkennen und nicht versehentlich zum Mittäter zu werden.&lt;br/&gt;Natürlich läuft viel auch in den Pausen und zwischen den Stunden, wo es der Lehrer nicht mitbekommt. Aber wichtig ist eben auch, dass ein Opfer einen Lehrer um Hilfe bitten kann. Dass es auch 10 mal um Hilfe bitten kann und nicht irgendwann zu hören bekommt es habe sich gefälligst ein dickeres Fell zuzulegen.&lt;br/&gt;Wenn man schon drei, vier oder fünf Jahre Mobbing hinter sich hat, dann ist jedes Haar eines eventuellen Felles weg. Dann liegen die Nerven die ganze Zeit blank.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Heute kommt hierzu dann noch eventuelles &amp;#8216;Cybermobbing&amp;#8217;.&lt;br/&gt;Das habe ich so zum Glück nicht miterlebt, weil damals die sozialen Netzwerke noch nicht so ausgeprägt waren. Aber hier ist vielleicht die eheste Überschneidung mit dem Shitstorm an sich, weil die Verlagerung des Mobbings ins Netz den absoluten&lt;br/&gt;Kontrollverlust bedeutet. Fühlt sich der Gemobbte innerhalb seiner Klasse eben &amp;#8216;nur&amp;#8217; vor 30 Leuten bloßgestellt, so zieht das im Internet natürlich größere Kreise.&lt;br/&gt;Plötzlich kann man sich nicht mehr sicher sein, dass nicht auch die Freunde aus dem Sportverein, der Gemeinde oder dem Malkurs davon erfahren, was für ein &amp;#8216;Opfer&amp;#8217; man ist.&lt;br/&gt;Umso wichtiger ist es Mobbing schon im Kern und im Klassenverband zu bekämpfen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/32332013157</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/32332013157</guid><pubDate>Wed, 26 Sep 2012 17:59:46 +0200</pubDate><category>Schule</category><category>Shitstorm</category><category>Mobbing</category><category>Piraten</category><category>Gesellschaft</category></item><item><title>'Berechtigte Kritik' vs. Mobbing</title><description>&lt;p&gt;Irgendwie ist es ja auch gut, wenn man auf jemanden herum hacken kann.  Weil man sich besser fühlt. Weil man sich überlegen fühlt. Weil man das Gefühl hat besser zu sein.&lt;br/&gt;Wenn man einen triftigen Grund hat: Um so besser! Wenn man einen Grund&lt;br/&gt;hat jemanden kritisieren zu können, dann ist es auch kein Mobbing. &lt;span&gt;Egal auf welche Art man diese Kritik äußert und ob man fair damit umgeht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Also so ist zumindest mein subjektiver Eindruck, wenn ich mir die Diskussionskultur unter Piraten ansehe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;Dazu mal eine lustige Begebenheit aus meiner Schulzeit. &lt;br/&gt;Ich war schon immer mehr so der Bücherwurm und hatte dementsprechendes Allgemeinwissen. Weil ich so ziemlich alles gelesen habe, was mir unter die Finger kam. &lt;br/&gt;Jetzt hat man ja in der Schule immer mal wieder das Thema Nationalsozialismus und ich war auch als Teenie schon antifaschistisch&lt;br/&gt;eingestellt und hab mir dementsprechend auch einiges über das Thema angelesen.&lt;br/&gt;Als wir also das Thema mal wieder in der Schule bearbeiteten und sich alle tierisch langweilten, nicht interessiert waren etc. war ich dann die einzige, die nennenswert etwas dazu betragen konnte.&lt;br/&gt;Maja wusste etwas über das Thema Nationalsozialismus, da kamen meine Klassenkameraden auf die lustige Idee: Maja muss ja ein Nazi sein.&lt;br/&gt;Ein Grund über mich herzufallen weil, ist ja berechtigt, es gab ja Anhaltspunkte. &lt;br/&gt;Die natürlich völlig aus der Luft gegriffen waren. Und letztendlich war ich nun mal auch das Klassenarschloch, bei dem die lieben Kleinen jeden Grund zum Draufhauen nutzen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was möchte ich damit sagen?&lt;br/&gt;Natürlich bin ich der Meinung, dass man Nazi-Meinungen nicht so stehen lassen kann.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;ABER: Ich erlebe es in letzter Zeit so oft bei Piraten, dass irgendein Grund gesucht wird jemanden so richtig fertig zu machen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und genauso war es bei mir in der 9. Klasse: Meine Klassenkameraden haben einen Grund gesucht mich fertig zu machen. Scheinbar war der begründet, aber letztendlich wurde ich nicht gefragt, ob der Vorwurf, den man mir machte, den Tatsachen entsprach. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Hauptsache die breite Masse, und letztendlich jeder für sich, fühlte sich gut und überlegen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Bei den verschiedenen Shitstorms zuzusehen, das erinnert mich ziemlich oft an genau diese Dinge, die ich damals erlebt habe.&lt;br/&gt;Ob eine &amp;#8216;abweichende&amp;#8217; Meinung, eine unbedachte Äußerung. Der winzigste Anlass wird zum Grund genommen &amp;#8216;berechtigte&amp;#8217; Kritik zu üben. Hauptsache man kann so richtig draufhauen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der entscheidende Unterschied ist nur: Wir sind keine 14 Jahre mehr alt. Wir sind keine Teenager, die sich in einer Klasse profilieren müssen.&lt;br/&gt;Wir sind erwachsene Menschen, die zusammen Politik machen möchten. Bei denen es sicherlich abweichende Meinungen gibt. Und bei denen es sicherlich auch vereinzelt immer wieder Meinungen gibt, über die man nicht diskutieren muss, einfach weil sie z.B. dem Grundgesetz widersprechen und deshalb einfach falsch und unrecht sind. Grade was so Dinge wie Holocaust-Leugnung etc angeht.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber mir geht es hier vorallem um unseren Umgang miteinander. Muss ich wirklich gleich lospoltern, wenn ich denke jemand habe eine blöde Meinung? Ist es nicht viel eher angebracht erst einmal zu fragen, ob ich den Beitrag, Blogpost, Tweet, die Email etc. wirklich richtig verstanden habe? &lt;br/&gt;Und wenn der entsprechende Gesprächspartner das wirklich so meint, dann kann ich doch immernoch mit ihm diskutieren. Und zwar sachlich! Ohne denjenigen gleich bloß zustellen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&amp;#8216;Aber das ist doch selbstverständlich!&amp;#8217; möchte der geneigte Leser jetzt ausrufen.&lt;br/&gt;Ist das so? Warum entstehen dann Shitstorms? Warum wirken wir Piraten auf die Öffentlichkeit teilweise vollkommen kindisch und pubertär?&lt;br/&gt;Und ist es wirklich richtig solche Diskussionen mit der totalen Transparenz zu rechtfertigen? &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich glaube nicht. Egal wie emotional ein Thema ist, niemand hat es verdient, dass man ihn der Öffentlichkeit zum Fraß vorwirft.&lt;br/&gt;Klar, wir sind eine &amp;#8216;Internetpartei&amp;#8217;. Wir nutzen das Internet zur Kommunikation. Aber wo genau ist der Unterschied zwischen öffentlicher&lt;br/&gt;Stimmungsmache auf Twitter und einer Klasse, wo einer in der Mitte steht und der Rest drum herumsteht und auf den Einzelnen einbrüllt? &lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/30457971983</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/30457971983</guid><pubDate>Wed, 29 Aug 2012 18:11:49 +0200</pubDate></item><item><title>Weil noch nicht jeder alles gesagt hat... </title><description>&lt;p&gt;Ich staune ja.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich staune über die Forderungen von freiwillig verpflichtenden Spenden, die piratige Abgeordnete an die Partei zahlen sollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da werden Berechnungen angestellt, wie viel ein Mensch wohl zum Leben braucht und wieviel er ergo abgeben kann. Das ist ja nun auch nichts neues. Bei dem Aufstellungsparteitag in Münster haben sich schließlich auch Kandidaten damit hervor getan Versprechungen zu machen wie viel sie spenden wollen. Niemand wird je wissen, ob sie es auch umgesetzt hätten, weil sie es nicht auf die Liste und ergo nicht in den Landtag geschafft haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, es wurden die Leute auf die Liste gewählt, denen man inhaltlich etwas zutraute. Aber jetzt zwingt man ihnen diese Diskussion auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin ja durchaus dafür die Piraten zu unterstützen. Wenn man es kann auch durch Geld. Die Piraten brauchen Geld. Sie müssen sich zum überwiegenden Teil durch Spenden finanzieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und ich nehme an, die Abgeordneten haben auch genug Einkommen, um die Partei durch monetäre Spenden zu unterstützen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber darum geht es ja nicht. &lt;br/&gt;Ich finde es eher dreist, dass sich Menschen herausnehmen ausrechnen zu können, wieviel andere Menschen zum Leben brauchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie will man das machen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Will man anfangen mit dem eigenen Leben zu vergleichen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann kann ich ja mal ganz utopisch mit meinem eigenen Leben anfangen. Ich komme momentan irgendwie mit knapp 600€ über die Runden. Ja. Man überlebt damit. Auf niedrigstem Standard.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So, sollen sich jetzt alle Abgeordneten an mir ein Beispiel nehmen, alles spenden und von 600€ leben, weil es ja geht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Okay, niemand wird das verlangen. Ich auch nicht. Weil es kein Einkommen ist, das einen Lebensstandart zulässt der diesen Namen wirklich verdient.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich aber damit sagen will: Kann man ernsthaft einen Betrag festmachen, mit dem man leben kann und dem man einem Menschen gönnt&amp;#8230; nur um zu fordern, dass er alles andere spendet?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie setzt man so etwas fest? Wie sehr spielt auch der Neidfaktor damit hinein, dass die Abgeordneten jetzt wirklich gut verdienen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin sicher, dass es gute Gründe gibt zu erwarten, dass die Abgeordneten einen bestimmten Betrag spenden. Und es gibt sicherlich auch gute Gründe zu erwarten, dass sie öffentlich machen, wie viel sie spenden. Ebenso wie man erwarten kann, dass sie Nebeneinnahmen öffentlich machen, oder welche Geschenke sie als Mandatsträger annehmen. Schließlich sind wir Piraten ja für Transparenz. Aber das ist eine andere Ebene.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich ganz schlimm fände, wäre, wenn piratige Abgeordnete sich für ihren Lebensstandart rechtfertigen müssten. Warum sie welchen Betrag zum Leben brauchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wirklich, das ist übergriffig und die Abgeordneten sind auch keine Sklaven der Basis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Davon abgesehen, wenn wir fordern, dass Abgeordnete in der Partei immer noch den gleichen Standard haben wie der stinknormale Basispirat, wie will man dann andere Piraten bewerten, die nicht viel spenden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie viel braucht denn der normale Pirat zum Leben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie gesagt, ich komm mit 600€ aus. Aber ernsthaft, wenn ich nach meiner Ausbildung dann vielleicht auch mal 1000€ zum Leben habe, dann heißt das ja nicht, dass ich dann 400€ spenden würde. Ich würde viel mehr meinen Lebensstandart ein wenig anheben. Vielleicht in eine etwas größere Wohnung ziehen und mal einen Hunderter im Monat für Urlaub zurück legen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, wirklich, man kann einfach nicht sagen wie viel ein Mensch braucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und deshalb sollte man auch Abgeordneten selber überlassen, welchen Betrag sie spenden möchten. Und sie sollten sich nicht dafür rechtfertigen müssen, wenn es in den Augen einiger Leute &amp;#8216;zu wenig&amp;#8217; ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Meinung.  &lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/28364225699</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/28364225699</guid><pubDate>Tue, 31 Jul 2012 00:17:12 +0200</pubDate></item><item><title>Ich erwarte dieses Maß an Respekt...</title><description>&lt;p&gt;Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich darüber schreibe. Ich habe sogar öfter angefangen zu schreiben. Aber es wäre wohl immer ein wütender Rant geworden, weil ich mich jedes Mal grade über einen Tweet oder einen Kommentar so aufgeregt hatte, dass mein Blutdruck auf Rekordhöhe war. Dazu neige ich leider. Aber würde ich mich nicht über Dinge oder vor allem Ungerechtigkeiten aufregen, sondern alles hinnehmen, dann wäre ich kein Pirat geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich eigentlich sagen möchte: Ich habe wirklich ein Problem damit, wenn Atheisten mich bekehren bzw. missionieren wollen. Ich bin Christ und werde das auch bleiben. Auch wenn mir Atheisten Diskussionen aufzwingen, mich so darstellen, als würde ich die Wissenschaft ablehnen (dem ist nicht so) oder, noch schlimmer, als würde es mir an Intelligenz mangeln (auch dem ist nicht so).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls: Ja, ich gehe davon aus, dass die Erde vermutlich nicht in 6 Tagen entstanden ist. Vermutlich hat der heutige Stand der Wissenschaft recht und das hat ganz schön lange gedauert. Ich nehme mal an, damals, als die biblischen Schöpfungsberichte entstanden sind, da hat sich der Mensch, welcher sich hinsetzte um die Entstehung der Welt aufzuschreiben, überlegt hat was von seinem Wissensstand und der Annahme her, dass die Erde von einem Gott geschaffen wurde, am wahrscheinlichsten war. Tatsächlich hatte er ja auch gar nicht so unrecht, dass erst die Erde entstanden ist, dann das Leben und dann irgendwann&amp;#8230; sehr spät&amp;#8230; der Mensch. Es hat halt nur ein &amp;#8216;wenig&amp;#8217; länger gedauert als angenommen. Mit mehr Zwischenschritten. Als dauernder Prozess. Wirklich, der heutige Stand der Wissenschaft geht für mich völlig in Ordnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube halt nur, dass das alles nicht aus Zufall entstanden ist, sondern dass jemand die Idee dazu hatte, dass die Erde so entstanden ist, wie sie entstanden ist. Das alles muss niemand sonst glauben, wenn er das nicht möchte. Ich zwinge niemanden dazu. Nur, ich möchte auch nicht dazu gedrängt, ja gezwungen werden, das nicht zu glauben. Ich möchte auch nicht beschimpft oder als dumm bezeichnet werden, weil ich es eben doch glaube. Wirklich, das verletzt mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte auch meinen Glauben praktizieren. In Ruhe. Ohne Einschränkung. Ich belästige nämlich niemanden damit. Und sollte sich jemand davon belästigt fühlen, nur weil ich dazu stehe, dass ich an einen Gott glaube, wenn man mich fragt, dann ist das nicht mein Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich werde mich nicht dafür rechtfertigen, dass ich gläubig bin. Ich werde mich nicht in eine defensive Haltung drängen lassen, denn man erwartet ja auch von mir, dass ich nicht in eine aktive Bekehrungshaltung trete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nein. Ich muss die Argumente von Atheisten nicht &amp;#8216;aushalten&amp;#8217;, wenn ich sie nicht darum bitte, sie mir vorzutragen. Wie würde schließlich wohl ein Atheist reagieren, wenn ich ihn nötigen würde sich fromme Reden meinerseits anzuhören. Nein, ich möchte und muss mich nicht von Atheisten missionieren lassen. Ich erwarte dieses Maß an Respekt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich darüber schreibe. Ich habe sogar öfter angefangen zu schreiben. Aber es wäre wohl immer ein wütender Rant geworden, weil ich mich jedes Mal grade über einen Tweet oder einen Kommentar so aufgeregt hatte, dass mein Blutdruck auf Rekordhöhe war. Dazu neige ich leider. Aber würde ich mich nicht über Dinge oder vor allem Ungerechtigkeiten aufregen, sondern alles hinnehmen, dann wäre ich kein Pirat geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich eigentlich sagen möchte: Ich habe wirklich ein Problem damit, wenn Atheisten mich bekehren bzw. missionieren wollen. Ich bin Christ und werde das auch bleiben. Auch wenn mir Atheisten Diskussionen aufzwingen, mich so darstellen, als würde ich die Wissenschaft ablehnen (dem ist nicht so) oder, noch schlimmer, als würde es mir an Intelligenz mangeln (auch dem ist nicht so).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls: Ja, ich gehe davon aus, dass die Erde vermutlich nicht in 6 Tagen entstanden ist. Vermutlich hat der heutige Stand der Wissenschaft recht und das hat ganz schön lange gedauert. Ich nehme mal an, damals, als die biblischen Schöpfungsberichte entstanden sind, da hat sich der Mensch, welcher sich hinsetzte um die Entstehung der Welt aufzuschreiben, überlegt hat was von seinem Wissensstand und der Annahme her, dass die Erde von einem Gott geschaffen wurde, am wahrscheinlichsten war. Tatsächlich hatte er ja auch gar nicht so unrecht, dass erst die Erde entstanden ist, dann das Leben und dann irgendwann&amp;#8230; sehr spät&amp;#8230; der Mensch. Es hat halt nur ein &amp;#8216;wenig&amp;#8217; länger gedauert als angenommen. Mit mehr Zwischenschritten. Als dauernder Prozess. Wirklich, der heutige Stand der Wissenschaft geht für mich völlig in Ordnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube halt nur, dass das alles nicht aus Zufall entstanden ist, sondern dass jemand die Idee dazu hatte, dass die Erde so entstanden ist, wie sie entstanden ist. Das alles muss niemand sonst glauben, wenn er das nicht möchte. Ich zwinge niemanden dazu. Nur, ich möchte auch nicht dazu gedrängt, ja gezwungen werden, das nicht zu glauben. Ich möchte auch nicht beschimpft oder als dumm bezeichnet werden, weil ich es eben doch glaube. Wirklich, das verletzt mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte auch meinen Glauben praktizieren. In Ruhe. Ohne Einschränkung. Ich belästige nämlich niemanden damit. Und sollte sich jemand davon belästigt fühlen, nur weil ich dazu stehe, dass ich an einen Gott glaube, wenn man mich fragt, dann ist das nicht mein Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich werde mich nicht dafür rechtfertigen, dass ich gläubig bin. Ich werde mich nicht in eine defensive Haltung drängen lassen, denn man erwartet ja auch von mir, dass ich nicht in eine aktive Bekehrungshaltung trete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nein. Ich muss die Argumente von Atheisten nicht &amp;#8216;aushalten&amp;#8217;, wenn ich sie nicht darum bitte, sie mir vorzutragen. Wie würde schließlich wohl ein Atheist reagieren, wenn ich ihn nötigen würde sich fromme Reden meinerseits anzuhören. Nein, ich möchte und muss mich nicht von Atheisten missionieren lassen. Ich erwarte dieses Maß an Respekt.&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/28326270015</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/28326270015</guid><pubDate>Mon, 30 Jul 2012 10:26:00 +0200</pubDate></item><item><title>Mein Bruderherz kann SO gut zeichnen. Wirklich, er ist gut!...</title><description>&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_m70crkg4Tz1raiw3uo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Mein Bruderherz kann SO gut zeichnen. Wirklich, er ist gut! Deshalb mein Tipp: &lt;a href="http://simonkunst.tumblr.com/"&gt;&lt;a href="http://simonkunst.tumblr.com/"&gt;http://simonkunst.tumblr.com/&lt;/a&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/26992002554</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/26992002554</guid><pubDate>Wed, 11 Jul 2012 20:55:23 +0200</pubDate></item><item><title>Hartz vier und wir.</title><description>&lt;p&gt;Als ich über meinen ersten AlgII-Antrag saß war ich fast 20, in der 13. Klasse des Gymnasiums und heulte Rotz und Wasser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meinem Vater war grade betriebsbedingt gekündigt worden, was für einen Familienvater Ende 40 mit vier schulpflichtigen Kindern so ungefähr der Super-GAU ist. Weil er schon vorher nicht so berauschend verdient hatte, wollte er nun sein AlgI aufstocken. Ich, als über 18-jährige Person im Haushalt, musste eben meinen eigenen Antrag stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie gesagt, ich heulte Rotz und Wasser, so schlimm war es mir, jeden mir eigenen Cent, und das waren wirklich nicht viele, anzugeben und alles offen zulegen. Selbst die 6€ auf meinem Sparbuch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei meinem zweiten Antrag auf AlgII was ich da schon wesentlich entspannter. Ich hatte grade mein Studium abgebrochen und noch keine Ausbildungsstelle gefunden und brauchte halt dringend das Geld um meine eigene Wohnung weiter finanzieren zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Davon abgesehen, ich hatte zwischenzeitlich auch Bafög bekommen, und das Bafög-Amt möchte beim Antrag sogar den Bargeldbetrag wissen, den man grade im Portemonnaie hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da stumpft man ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ganz ehrlich, ich kann nicht sagen, dass ich vom Amt mies behandelt worden wäre.Keine Wohnungsbesichtigung, keine Verzögerung der Zahlungen. Alles gut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gut, das mit dem Fordern und Fördern war so eine Sache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die haben sich nicht darum geschert, ob ich meine monatlich festgelegten fünf Bewerbungen nachweise, aber dafür hat sich mein Arbeitsvermittler auch gut 1,5 Jahre nicht bei mir gemeldet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es fühlte sich wohl auch niemand so richtig für mich zuständig, mit einer abgebrochenen Studentin mit Abitur auf Ausbildungssuche war man wohl überfordert. Bzw., man hat mir auch gesagt, dass ich in keine der üblichen Vermittlungskategorien herein passe. Abi und arbeitslos, scheint wohl nicht in das Weltbild der Jobagenturen/ARGEn zu passen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immerhin, ich musste keine sinnlosen Maßnahmen absolvieren und habe aus eigenem Antrieb und durch eigene Suche noch ein Jahr die höhere Handelsschule besucht. Als ich irgendwann doch noch einem neuen Arbeitsvermittler zugeteilt wurde und der mich anrief um mir zu sagen, wo ich mich bewerben könne („Ich hab da was für Sie“ - unser erster und einziger Kontakt übrigens) da hatte ich schon selber eine Ausbildungsstelle gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir ist klar, da hatte ich Glück. Das Amt in der Nachbarstadt ist da offensichtlich viel übler drauf, was das Schikanieren von Menschen angeht. Zumindest wenn man den Berichten glauben darf, aber ich habe es schon von genug Seiten gehört.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viel verletzender ist es dann doch, wie man als AlgII-Empfänger in der Öffentlichkeit angesehen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass Menschen AlgII-Empfänger abstempeln. Als arbeitsfaul, Schnorrer, asozial.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ohne zu differenzieren und ohne sich mit der Lebenssituation von AlgII-Empfängern auseinander gesetzt zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herr Westerwelle tutete damals mit seiner &amp;#8216;spätrömischen Dekadenz&amp;#8217; auch in dieses Horn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie oft habe ich Sätze gehört, wie: „Ja, also Du jetzt nicht, aber die meisten Hartz IV Empfänger sind doch [Hier bitte Vorurteil einsetzen]“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch heute gilt in unserer Gesellschaft: Jemand ist nur etwas wert, wenn er arbeitet. Also einen regulären Job hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber damit schließt man eben auch viele hart arbeitende Menschen aus und nimmt ihnen die Würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;z.B. denen, die auf AlgII angewiesen sind, weil sie einen Menschen pflegen. Kinder, die ihre alten Eltern pflegen oder Eltern, die ein schwerbehindertes Kind haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bewundere Menschen, die eine solche Aufgabe auf sich nehmen, aber von der Gesellschaft und dem Staat wird es nicht wertgeschätzt, denn man verdient ja kein Geld damit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine solche Tätigkeit läuft immer noch unter dem Vorurteil „Das bisschen Haushalt&amp;#8230;.“. Dabei ist das oft ein 24-Stunden-Knochenjob.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber AlgII-Empfänger sind ja alle asozial. Weil Herr Westerwelle das sagt. Und die BILD.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das tut weh. Das tut auch noch heute weh, wenn ich so etwas höre, auch wenn ich schon lange nicht mehr von Transferleistungen lebe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube, in unserer heutigen Gesellschaft kann man das biblische Paulus-Wort „Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen“ nicht mehr einfach so anwenden, wie es getan wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Begriff &amp;#8216;Arbeit&amp;#8217; wurde umgedeutet. Heute gilt die Tätigkeit einer Hausfrau nicht mehr als Arbeit, weil sie nicht dafür bezahlt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war zu Paulus&amp;#8217; Zeiten anders. Da war normal, dass jeder seiner Beschäftigung im Hause nachging, und das als Arbeit galt. Auch, wenn es dafür kein Geld gab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht sollten wir dahin zurück kommen, dass jede Art von Arbeit letztendlich auch als Arbeit gewürdigt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Entwicklung übrigens, die, wendet man sie auf die heutige Realität an, fast automatisch zum bedingungslosen Grundeinkommen führen würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber das ist eine andere Geschichte&amp;#8230;.&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/26692807135</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/26692807135</guid><pubDate>Sat, 07 Jul 2012 13:48:07 +0200</pubDate></item><item><title>Reden</title><description>&lt;p&gt;Ich bin kürzlich in eine recht emotionale Diskussion geraten, darüber ob man als Pirat oder als Mensch mit Nazis reden dürfe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hat mich dazu veranlasst ein wenig über das Thema nachzudenken, grade weil ich persönlich auch schon vor der Entscheidung stand den Kontakt zu jemanden mit einer rechtsextremen Einstellung abzubrechen und die Person quasi zu &amp;#8216;streichen&amp;#8217; und komplett zu ignorieren oder eben auch zu diskutieren und zumindest meine Meinung zu vertreten, weil der komplette Kontaktabbruch nicht machbar gewesen wäre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also als Mensch ist das also keine leichte Entscheidung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gab schon die Situationen, in denen ich in der Dortmunder U-Bahn offensichtlich Rechtsextreme Personen gesehen hab, ganz ehrlich, da habe ich garnichts gesagt. Da hab ich eher gehofft, dass die auf meine Gegen-Nazis-Aufnäher nicht aggressiv reagieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ist, wenn ein Freund sich in eine rechtsextreme Richtung bewegt. Ich prophezeihe mal, dann steht man vor einer wirklichen Gewissensentscheidung, es sei denn, man hat kein Problem damit Freunde einfach aus dem Leben zu streichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wenn man eigentlich garnicht glauben kann, dass der jenige so denkt, soll man sich dann einfach abwenden? Ich denke, da ist es angebracht zumindest mal nachzufragen oder auch Gespräche zu führen. Ob man dann die Freundschaft weiterführen möchte, oder ob man die Entscheidung trifft den Kontakt einzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wirklich, ich wünsche niemandem in so eine Situation zu kommen. Es tut weh. Es macht Gewissensbisse, weil man nicht weiß, wie man am besten halndeln soll, vorallem, wenn man immer antifaschistisch eingestellt war und zugucken muss, wie man einen Menschen an die rechte Gesinnung verliert. Wenn einem Freunde sagen &amp;#8216;der glaubt doch garnicht wirklich daran&amp;#8217;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich denke mal, jeder mit ein wenig Menschenverstand sollte wissen, wie er da handelt und was gut für für ihn ist. Jeder sollte wissen, ob und wie beeinflussbar er ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine andere Sache ist es, wenn es darum geht, ob man als Pirat Kontakt mit Nazis haben möchte, haben darf, haben sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Partei haben wir Grundsätze. Und einer der wichtigsten ist, dass wir demokratisch und für Gleichberechtigung sind!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb sollte klar sein, dass wir Menschen, die ein Weltbild vertreten, das keine Demokratie zulässt und andere Menschen herabwürdigt, kein Forum bieten können. Jemand, der vollkommen andere politische Vorstellungen hat als die Partei festgelegt hat, sollte seine Meinung nicht im Namen der Partei oder als &amp;#8216;Pirat&amp;#8217; sagen dürfen. Einfach, weil er die Partei so nicht repräsentieren KANN.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob Menschen mit rechtsextremen Gedankengut Mitglied der Piraten werden dürfen? Nun ja, letztendlich wird man es nicht verhindern können. Es sei denn, man prüft jeden, der Mitglied werden will, auf Herz und Nieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wie will man das machen? Nicht jeder war vorher in der NPD, nicht jeder schreibt sein Gedankengut im Internet auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich denke eigentlich ist es doch viel leichter von vorn herein klar zu machen, dass Rechtsextreme bei den Piraten nicht willkommen sind. Das muss man nicht zwingend Black-Block-Methoden machen. Viel wichtiger ist doch, dass wir klar machen: Wir sind radikale Demokraten. Jemand, der die Demokratie nicht schätzt, der sollte garnicht erst auf den Gedanken kommen, er könnte eine Plattform finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meinungsfreiheit hin und her, aber unsere Ideale sollte man vertreten können und jeder andere ist eben an der falschen Stelle. Vielleicht sollte man das von vornherein noch klarer machen.&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/26554108242</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/26554108242</guid><pubDate>Thu, 05 Jul 2012 14:43:13 +0200</pubDate></item><item><title>Digitale Elite?</title><description>&lt;p&gt;&lt;pre&gt;Netzkultur wird immer wichtiger. 
Sagt man so.
Die Gesellschaft wandert ins Internet ab. 
Wir konsumieren im Internet, hören Musik, kaufen ein, schauen uns Kunst
an.
Gesellschaft kommuniziert über das Internet.
Blogs sind Meinungsbildend geworden, Printmedien sterben aus, weil die
Onlineausgaben der jeweiligen Zeitung eher und vor allem umsonst
konsumiert werden. Wir senden uns eher Nachrichten über Facebook,
Twitter und What's App als dass wir jemanden anrufen. 
Gesellschaft verändert sich mit dem Internet....
..sagt man so.

Aber ich frage mich, ob das wirklich so ist, und wenn ja, welche
Konsequenzen hat das?
Sind damit Menschen, die kein Zugang zum Internet haben damit
benachteiligt?
Sicherlich, Internet überwindet Grenzen und macht die Welt globaler. 
Aber dennoch sehe ich meine Mutter, die keinen PC bedienen kann und
nicht mal ein Handy. Und ich sehe sie eigentlich als von der
Gesellschaft abgekoppelten Menschen.  
Aber wird das so bleiben? Wird es irgendwann die digitale Elite geben
und die analoge Unterschicht?
Wie verhält es sich mit Menschen, die in Entwicklungsländern leben,
ohne einen flächendeckenden Zugang zum Internet? Ja sicher dort gibt es
oft auch Probleme mit der Bildung, aber ist eine Gesellschaft deshalb
weniger wert oder weniger entwickelt? Überhaupt, kann man den
Entwicklungsstand einer Gesellschaft an ihrem Maß an Digitalität messen?
Oder muss man nicht viel eher nach Werten wie Solidarität, Nächstenliebe
(wenn man das denn so nennen will) und Zusammenhalt gehen? Oder werden
solche Werte weiter aussterben?
Aber diese Fragen hat man sich vermutlich auch schon zu Zeiten der
Industrialisierung gestellt.&lt;/pre&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/24885404827</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/24885404827</guid><pubDate>Mon, 11 Jun 2012 17:03:00 +0200</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_m4e3duO8xi1rofye3o1_500.png"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/23495454650</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/23495454650</guid><pubDate>Mon, 21 May 2012 22:25:06 +0200</pubDate></item><item><title>FrauMajaPiratin</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_m419i8S1Y91rofye3o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;FrauMajaPiratin&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/23061517495</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/23061517495</guid><pubDate>Tue, 15 May 2012 00:08:32 +0200</pubDate></item><item><title>Retropony</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_m415r6shXP1rofye3o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Retropony&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/23055871983</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/23055871983</guid><pubDate>Mon, 14 May 2012 22:47:30 +0200</pubDate></item><item><title>Mein erster Wahlkampf</title><description>&lt;p&gt;Gestern wurde in Nordrhein Westfalen ein neuer Landtag gewählt und somit ist mein erster Wahlkampf beendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wundervollerweise sind 20 sehr nette und, wie ich finde, kompetente Menschen in den Landtag eingezogen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ende Februar beschloss ich in die Piratenpartei einzutreten. Am 09. März bekam ich die Bestätigung, dass ich offiziell Mitglied bin und am 14. März löste sich der Landtag in NRW auf, nachdem man sich nicht auf den Haushalt einigen konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also befand ich mich als blutige Anfängerin in meinem ersten Wahlkampf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seitdem habe ich erlebt:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Zwei Landesparteitage&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste um die Landesliste zu wählen, was garnicht so leicht ist, wenn man keinen von den Kandidaten wirklich kennt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zweite um über das Wahlprogramm abzustimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beides war sehr spannend, grade weil sich zwar jeder Pirat für die Liste aufstellen lassen konnte und auch jeder Pirat Anträge für das Wahlprogramm einbringen konnte, aber wegen der Tatsache, dass eben auch jeder Pirat mit abstimmen konnte, waren die Ergebnisse dennoch mehr als zufriedenstellend. Schwarmintelligenz und Basisdemokratie funktionieren!&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Ich war beim Tag der politischen Arbeit. Hier wurde in verschiedenen Arbeitsgruppen an Anträgen für das Wahlprogramm gearbeitet. Das hat mir einen ziemlich guten Eindruck darüber vermittelt, wie Arbeit in der Piratenpartei funktoniert.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Zig Infostände. Es ist schon interessant sich auch als blutiger Anfänger in die Fußgängerzone zu stellen und Fragen von interessierten Bürgern zu beantworten oder zu diskutieren. Am Anfang war das manchmal hart, weil ich auch viele Dinge gar nicht wusste. Später, grade nachdem das Wahlprogramm verabschiedet war, wurde es auch einfacher. Davon abgesehen: Oft reichte es auch aus, einfach zuzuhören welche Sorgen, Ängste oder auch Unzufriedenheiten die Menschen bewegen. Aber manchmal, grade wenn Menschen an den Stand kamen, die gerne alle Migranten rausgeworfen hätten o.Ä. war es mir auch wichtig klar gegen solche Dinge Stellung zu beziehen.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Wahlen der Direktkandidaten. Insgesamt war ich bei den Wahlen für 4 Wahlkreisen dabei und hab mich als Wahlhelfer eingebracht. Da muss man zwar vor allem wichtig gucken, aber es ist trotzdem wirklich interessant, wie alles ablaufen muss, und dass es auch Probleme geben kann, wenn scheinbar nicht alles ordnungsgemäß ist. So wollte der Kreiswahlleiter die Wahl des Direktkandidaten in meinem Wahlkreis erst nicht anerkennen, weil die Wahl außerhalb des Wahlkreises stattfand.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Nebenbei waren da noch verschiedene Veranstaltungen, Support für die Kandidaten, die Stammtische und was noch mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hab eine Menge interessanter Leute getroffen und eine Menge über Abläufe in der Politik gelernt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles in allem kann ich sagen: Ich bin Pirat und ich finds klasse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber der Wahlkampf war auch sehr sehr anstrengend und ich freu mich darauf in nächster Zeit keine Luftballonsäbel mehr zu knoten und wieder mal Zeit für meine Freunde zu haben, die ich seit zwei Monaten doch übel vernachlässigt habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und ich werde mal schauen, wo ich mich auch inhaltlich bei den Piraten einbringen kann. Irgendwo passives Mitglied zu sein, das war noch nie mein Ding.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste Projekt sind ja schon mal die CIP – Christen in der Piratenpartei. Das wird sicher polarisieren, denn einerseits sind die Piraten ja für die strikte Trennung von Staat und Kirche, andererseits sind wir ja auch für Glaubensfreiheit und deshalb möchten wir auch dafür eintreten, dass wir diskriminierungsfrei auch Christen sein dürfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mal sehen was da so kommt. Ich bin gespannt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img height="488" src="https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-snc7/577274_10150973908933939_649083938_11858123_648893879_n.jpg" width="720"/&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/23042167243</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/23042167243</guid><pubDate>Mon, 14 May 2012 18:16:47 +0200</pubDate></item><item><title>Ich bin gerne eine Frau. Punkt.</title><description>&lt;p&gt;Die aktuelle Sexismusdebatte in der Piratenpartei finde ich eigentlich sehr interessant, weil sie aufzeigt welche Vorurteile immer noch in unserer Gesellschaft vorhanden sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich kann mir vorstellen, dass dieser Beitrag für einige auf provozierend wirken könnte, weil er vom typischen Genderbild abweicht. Aber dennoch bitte ich ggf. um die angemessene Höflichkeit. &lt;em&gt;[Edit: Ja, ich weiß, dass es auch Menschen gibt, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlen. Aber da möge man mir nachsehen, dass ich das mal rauslasse, weil ich mich mit mit den einhergehenden Problematiken zuwenig auskenne, sodass ich mir da großartige Beurteilungen nicht erlauben möchte] &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe mich viele Jahre in einem christlich-freikirchlichen Umfeld bewegt und dort die interessantesten &amp;#8216;Vorurteile&amp;#8217; gegen Frauen erlebt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grade, weil ich ich selber als Predigerin betätigt habe und schon deshalb zum Teil gewissen Ressentiments ausgesetzt sah.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wurde mir das berühmte „Die Frau schweige in der Gemeinde“ (1. Kor. 14,34) vorgesetzt oder auch das allseits beliebte „Das Weib sei dem Manne untertan“ (Epheser 5, 22). Beides finde ich in der Alleinstellung für mich nicht tragbar, aber letztendlich, wenn man sich mit der Herkunft und dem Hintergrund beschäftigt, durchaus tragbar, weil sie eben nicht bedeuten, dass Frauen duckmäuserische, unterwürfige Wesen sein sollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte jetzt nicht in die tiefere theologische Auslegung einsteigen, denn das ist nicht das Thema, aber ich kann zumindest sagen, dass mir diese Sätze nie einen Grund geliefert haben, nicht mehr zu predigen, oder in Diskussionen meinen Mund zu halten, wenn ich Gegenargumente hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich damit sagen will: Als Christ bin ich durchaus der Meinung, dass Frauen und Männer nicht vollkommen &amp;#8216;gleich&amp;#8217; sind, in dem Sinne, als dass die Frau dem Mann als Gegenüber geschaffen wurde und dass sich beide ergänzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin der Meinung, dass man Rollenbilder nicht ausblenden kann. Ich bin aber der Meinung, dass Männlichkeit und Weiblichkeit gleichberechtigt nebeneinander stehen sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin gerne eine Frau. Ich bin kein Neutrum. Aber ich bin nicht der Meinung, dass mich meine Weiblichkeit nicht dazu verdammt im Hintergrund zu agieren und Männer &amp;#8216;im Stillen&amp;#8217; zuzuarbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frauen und Männer können in ihrer Weiblichkeit und Männlichkeit zusammenarbeiten und es sollte eigentlich kein Problem darstellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn da nicht die alten Totschlagargumente wären, die besagen, dass die Frau sich gefälligst dem Mann unterzuordnen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich finde es wirklich interessant, dass diese biblischen Statuten, die jahrhundertelang von einer männerdominierten Gesellschaft zu Gunsten der Männer ausgelegt wurden, in unserer heutigen säkulären Gesellschaft immer noch so tief verankert sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieso wird es von einigen Menschen selbstverständlich immer noch als negativ angesehen, wenn Frauen - angeblich - mehr reden als Männer? Warum werden &amp;#8216;typisch männliche&amp;#8217; Verhaltensweisen immer noch als der Standard angesehen an die man sich als Frau gefälligst anpassen muss, wenn man die Chance haben will irgendwo erfolgreich zu sein?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich will mich nicht an &amp;#8216;männliche&amp;#8217; Verhaltensweisen anpassen. Aber ich will deswegen keine Nachteile haben! Ich will gleichberechtigt neben den Männern stehen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztendlich habe ich aber solche Diskriminierungen in meiner kurzen Zeit in der Piratenpartei noch nicht erlebt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir sind die Herren bisher immer lieb und nett gegenüber getreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wenn ich sie mal erleben sollte, dann werde ich mich zu wehren wissen. Wozu habe ich mich denn jahrelang mit z.T. stockkonservativen Christenmännern auseinandersetzen müssen? Irgendwelche Vorteile muss das doch gehabt haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sollte mir mal ein männlicher Pirat diskriminierend gegenübertreten und mich auf Grund meiner Weiblichkeit diskriminieren, dann werde ich ihm – ganz basisdemokratisch – in den metaphorischen Hintern treten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte doch gern wegen meines Wissens und meines Engagements anerkannt und wegen meines fehlenden Wissens und fehlenden Engagements meinetwegen auch abgelehnt werden. Das wäre legitim.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber bitte nicht, weil ich ein Mädchen bin:)&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/20897282182</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/20897282182</guid><pubDate>Wed, 11 Apr 2012 12:00:00 +0200</pubDate></item><item><title>Schwarmintelligenz? Fail! </title><description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Meine zynischen Gedanken von zwischendurch.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich stelle mal wieder fest: Schwarmintelligenz ist definitiv nicht auf Menschen anwendbar. Und schon garnicht auf Menschen in sozialen Netzwerken wie Facebook. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass so viele Menschen beispielsweise auf Facebook so unglaublich blödes Zeug teilen, scheinbar ohne irgendwie darüber nachzudenken, ob das ganze richtig oder falsch ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da kursiert als sogenannter &amp;#8217; Webfail&amp;#8217; ein angeblicher Foreneintrag von einer angeblichen Sonderschülerin, die angeblich mit einem türkischen Mitschüler eine Nummer auf dem Schulklo geschoben hat. Diese angebliche Schülerin fragt, ob ihr Mitschüler recht hat, wenn er sagt, dass sie nicht von ihm schwanger werden könne &amp;#8216;weil er ja aus einem völlig anderen Teil der Welt komme.&amp;#8217;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Äh, ja richtig. Das KÖNNTE ein Fall fürs Fremdschämalbum sein. Ja, man KÖNNTE sich fragen, ob es wirklich so doofe Menschen gibt. Man KÖNNTE sich über die Dummheit dieser Menschen lustig machen. Auch, wenn das natürlich schon ziemlich gemein wäre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur: Man KÖNNTE auch feststellen, dass dieser Eintrag in der perfektesten deutschen Grammatik verfasst ist, wie sie vermutlich nicht einmal ein Absolvent eines Deutsch-Leistungskurses im Abitur verwenden würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit KÖNNTE man feststellen, dass dieser &amp;#8216;Webfail&amp;#8217; vermutlich ein Fake ist. Und man könnte schlussfolgern, dass irgend ein rassistischer Deutscher irgendeine &amp;#8216;Theorie&amp;#8217; unter die Leute streuen wollte. Von wegen &amp;#8216;Völker müssen unter sich bleiben&amp;#8217; und nebenbei konnte er sich dann auch noch über Sonderschüler lustig machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mich erstaunt, dass Menschen so etwas ganz kritiklos weiterposten, scheinbar ohne sich den geringsten Gedanken darüber zu machen, ob das realistisch ist oder nicht. Oder ob das rassistisch ist oder nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genauso wie mit diesen ganzen &amp;#8216;Todesstrafe für Kinderschänder&amp;#8217; Seiten bei Facebook. Ich will ja garnicht in Abrede stellen, dass Kindesmissbrauch ein wirklich, wirklich schlimmes Verbrechen ist. Und ja, die deutsche Rechtssprechung wird vielen Menschen vermutlich ungerecht erscheinen, weil die Strafen sehr milde anmuten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber mit ein klein wenig Recherche KÖNNTE man feststellen, dass bei diesen Seiten meistens Menschen mit Verbindungen zur rechten Szene dahinter stecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch niedlicher finde ich diese tollen Vergleiche: &amp;#8220;Kinderschänder wird zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt, der &amp;#8216;Erfinder&amp;#8217; von Megaupload bekommt bis zu 20 Jahre Haft dafür, dass er illegal Filme ins Netz gestellt hat.&amp;#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also bitte. Siehe oben, dass man die Strafen für Kindesmissbrauch in Deutschland als ungerecht empfinden kann, das ist wirklich jedem selbst überlassen. Aber ernsthaft, man kann das doch kaum mit einem Fall vergleichen, wo jemand in Neuseeland verhaftet wurde und dem in den USA der Prozess gemacht wird, der also nach amerikanischem Recht verurteilt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann kann ich auch Äpfel mit Wallnüssen vergleichen und mich beklagen, dass ich in Nüsse nicht so genüsslich reinbeißen kann, wie in einen Apfel und die außerdem nicht so süß sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und sowas lese ich dann auch von Menschen, die ich eigentlich für vernunftbegabt gehalten hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht ist das genau das, woran ich mich gewöhnen muss. Dass Facebook eben ein Sammel- und Weiterverbreitungsmedium für unqualifizierte Meinungen ist. Und dass man das aushalten muss, wenn man sich das Recht auf Meinungsäußerung erhalten will.&lt;/p&gt;</description><link>http://fraumaja.tumblr.com/post/18805506031</link><guid>http://fraumaja.tumblr.com/post/18805506031</guid><pubDate>Mon, 05 Mar 2012 22:13:52 +0100</pubDate></item></channel></rss>
